Startseite  Chronologie der BIN   Mobilfunk  EMail
Die BIN informiert

Deutlicher kann die Antwort nicht sein

Mömbris, den 25.04.2002

 

Von 1121 abgegebenen Stimmen entschieden sich 1056 Unterschriften gegen die Errichtung von Sendeanlagen auf gemeindeeigenen Grundstücken und gemeindeeigenen Gebäuden.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Gemeinderäte,

wir fordern Sie auf, die Interessen der Bürger zu wahren.


23.04.2002 Dienstagabend Gemeinderatssitzung in der Turnhalle in Schimborn.

Ein Thema war die Mobilfunkbefragung im Monat März 2002, durchgeführt von der Marktverwaltung und durch drei Ausgaben des amtlichen Mitteilungsblattes vom Markt Mömbris den Bürgern nahe gelegt und beworben. Im vorliegenden Fall betraf es nur drei Mömbriser Ortsteile direkt so ging es gemäß den Plänen der Verwaltung in erster Linie um Schimborn , Mömbris und Mensengesäß.

Die Bewertung der Auszählung ist besonderes interessant, da bei dieser Mobilfunkbefragung keine provozierte Emotion oder Bürgeraufhetzung nachzuweisen waren und sich die abgegeben Meinung aus dem derzeitigen Wissensstand der beteiligten Bürger ergab. Alle drei Orte zusammengerechnet ergeben zum derzeitigen Stand ca. 6000 Einwohner. Davon sind etwa 3000 Erwachsene zur Abstimmung berechtigt gewesen. 1056 Stimmen haben sich gegen die Errichtung von Mobilfunksendeanlagen auf gemeindeeigenen Grundstücken und gemeindeeigenen Gebäuden gerichtet und damit eindeutig ausgesagt, das Mobilfunksendeanlagen in Wohnbereichen nicht im Interesse der Bürger sind. Zusätzlich waren gerade einmal 58 Bürger bereit den Absichten der Gemeindeverwaltung zu zustimmen.

Eindeutiger kann eine Abstimmung nicht sein, so die Meinung der "Vereinigung der Bürgerinitiativen im Landkreis Aschaffenburg" (www.vbla.de). Dies ist ein eindeutiges Zeichen der Bürger an Ihre Vertreter und ihre Verwaltung und es kann nur noch eine Antwort geben: keine weiteren Mobilfunksendeanlagen in Wohnbereichen, solange bis eindeutig (wissenschaftlich fundiert) die Unbedenklichkeit der derzeitigen gepulsten Mobilfunktechnik nachgewiesen wurde! Diese Abstimmung ist nach Ansicht der "VBLA" in sofern für die Gemeinde Mömbris schlecht ausgefallen, da Sie den Wählern nicht die Chance gab zwischen Wohnbereichen und außerhalb der Wohnbereiche abzustimmen. Man wird gespannt sein wie sich die Verwaltung von Mömbris aus dieser selbst gelegten Schlinge herausziehen will. Worte wie Wildwuchs oder die Verwaltung sollte den Antennenwald kontrollieren sind haaresträubend, denn wenn die Gemeinde für Sender im Ort ist, wer will dann noch weitere Sender auf privaten Grundstücken verhindern, denn dann steht dem rücksichtlosen Wildwuchs Türen und Toren offen und wie die Gemeinde so schön formuliert, "Einfluß auf Privatgrundstücke hat man so oder so nicht". Wie aus Hunderten Berichten fest zustellen ist, erzeugen die Sendenalagen in Wohnbereichen Spießrutenläufe, Nachbarschaftshass, Diskriminierung und Verachtung gegen menschen die sich an der Gesundheit ihrer Mitmenschen bereichern.

Auch die betroffenen Bürger aus dem Ort Niedersteinbach bestehen auf ihre bürgerlichen Rechte so die Bürgerinitiative Niedersteinbach, denn den Niedersteinbachern wurde in beschämender Art und Weise die Mitsprache verweigert und trotz unzähliger Versuche die Verwaltung und den Bürgermeister über die nachweisliche Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier, ausgehend von der derzeitigen Mobilfunktechnik zu überzeugen, wurde in diskriminierender Art und Weise die Sendeanlage auf dem gemeindeeigenen Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Niedersteinbach im Zentrum des Ortes errichtet. 50 Meter von der Kirche entfernt, direkt am Niedersteinbacher Festplatz, 250 Meter von der Grundschule, dem Kindergarten und dem Spielplatz entfernt, also dort wie sich das Leben ständig begegnet, werden Tag und Nacht die Bürger mit Mikrowellen bestrahlt und haben derzeit keine Chance sich dagegen zu wehren, da diese Strahlen auch dicke Mauerwerke durchdringen und am wenigsten vor unseren Kindern halt machen.

Zwei Wege kann die Verwaltung vom Markt Mömbris nun beschreiten, entweder ohne Rücksicht auf Verluste an derzeitig leicht zu verdienendes Geld zu kommen, es fragt sich nur wie lange noch. Oder sich für Lebensqualität seiner Bürger einzusetzen, denn diese sollen letztendlich auch die Verwaltungskosten tragen und nicht nur die Schuldenlast der Gemeinde. Lebensqualität ist sicherlich nicht, wenn einzelne Mitmenschen auf Kosten anderer Gesundheit sich bereichern, Lebensqualität ist auch Gesundheit und gesunde Umwelt. Hören wir auf mit den falschen Sprüchen wie auf das Handy will doch keiner verzichten, denn das sind letztendlich und hauptsächlich nicht fundierte Aussagen der Betreiber, denen man das nicht verübeln darf, es ist ihr Job . Die unsachlichen Werbestrategien der geldgierigen Mobilfunkbetreiber sind es die unsere Jugendlichen Blenden  und unbegrenzte Möglichkeiten suggerieren, nur die Rechnung wird letztendlich dann nicht aufgehen, wenn der finanzielle Ruin vor der Tür steht. Die Eltern sind und waren gefordert, was in der Umfrage und Abstimmung deutlich bewiesen wurde. Nicht um jeden Preis und ganz besonders nicht um den Preis unser aller Gesundheit, so muß auch die Reaktion unserer demokratisch gewählten Bürgervertreter sein.

dieser Bericht wurde von Erhard Lorenz aufgesetzt.

zurück zur Hauptseite